Was glauben wir?

Mit all den negativen Nachrichten, mit denen wir zurzeit tagtäglich konfrontiert werden, ist es für manche Menschen nicht leicht positiv in die Zukunft zu schauen. Alles dreht sich um das Coronavirus, die Ausgangssperre und was wohl danach kommen wird. Wird sich wirklich ALLES ändern? Und was bedeutet das für unsere Gesellschaft und für unsere Wirtschaft?

 

 

Nach der dritten Woche Ausgangssperre haben viele wahrscheinlich erkannt, wie wichtig der Zusammenhalt ist. Zusammenhalt einerseits in der Familie, mit der man jetzt (oftmals notgedrungen) auf engstem Boden zusammenlebt, andererseits der Zusammenhalt im Bekanntenkreis. Ein kurzes Gespräch mit dem Nachbarn kann auf einmal zu einem besonderen Erlebnis werden. Kein Lärm, keine Termine, den ganzen Tag in Jogginghosen und schon am Nachmittag „…leicht einen sitzen haben“ (vgl. Zitat aus heute-show vom 20.03.2020) kann dennoch zur Gewohnheit werden. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Es ist normal, dass wir in Ausnahmesituationen und Änderungsprozesse Angst bekommen. Aus anthropologischer Sichtweise brauchen wir stets Anerkennung und Bestätigung. In den eigenen vier Wänden ist das nun schwieriger geworden. Nichtsdestotrotz hat die Zeit der Quarantäne für Betriebe und Mitarbeiter auch durchaus positive Seiten: Projekte planen, Strategien durchdenken, alte Kontakte pflegen, Entwicklungsprozesse in Gang setzen. Und so mancher Mitarbeitet findet zurück zum Alltagsleben – ohne alltägliche Arbeit! Der Begriff Work-Life-Balance bekommt nun eine ganz andere Bedeutung. Umso schwieriger wird es die effektive Arbeitszeit im Überblick zu behalten. Work-Life-Balance in Eigenverantwortung in den eigenen vier Wänden! Wir glauben das ist schaffbar und eine wichtige Erfahrung für die Zukunft.

Und dann? Laut dem Zukunftsforscher Matthias Horx wird wirklich alles anders werden: Die Menschen werden bewusster leben und anfangen sich an die kleinen Dinge im Leben zu erfreuen. Das Beisammensein bekommt eine neue Qualität. Fragt sich nur, wie lange dies anhalten wird?

BASIS Vinschgau Venosta bemüht sich so ein Ort der Gemeinschaft zu sein. Die BASIS als BASIS unserer lokalen Wirtschaft und Gesellschaft. Wir glauben an eine Wandlung im positiven Sinne und freuen uns schon auf ein baldiges Wiedersehen!