Pulsierend und inspirierend

BASIS Vinschgau Venosta ist Raum für Austausch, Entwicklung und Inspiration. Das Social Activation Hub gibt Impulse, zeigt Wege auf, motiviert Menschen zum Experiment und führt Wirtschaft, Bildung, Kultur und Soziales zusammen. Das Social Activation Hub ermöglicht eine Sektoren übergreifende, gesamtheitlich gesellschaftliche Entwicklung im Tal und darüber hinaus. BASIS arbeitet an der Schnittstelle zwischen moderner Ökonomie, informeller Bildung, zeitgenössischer Kultur und soziokultureller Entfaltung. Als Knotenpunkt für die Anerkennung und Verbreitung von Wissen sowie für qualitative Praxiserfahrung unter SchülerInnen, Fachleuten, Unternehmen und Gemeinschaften will BASIS vorhandene Kompetenzen aufgreifen, globale Trends übersetzen und kreative Potenziale aufbauen. Ein konstruktives Klima birgt Mut zum Experiment, stärkt die individuelle Verantwortung und erlaubt dynamisches sowie widerstandsfähiges Wachstum. BASIS soll den ländlichen, grenznahen Raum stärken und auch für junge Menschen wieder zu einer Option als Lebensraum werden.

Braingain versus Braindrain

BASIS Vinschgau Venosta glaubt daran, dass Branchen voneinander lernen und sich gegenseitig befruchten können, wenn es eine Basis dafür gibt. Als Vernetzungs- und Austausch-Plattform ist BASIS ein pulsierender, inspirierender Ort, der generationenübergreifend, offen und praxisnah arbeitet – bereit Diskussion und Austausch. Mögliche Auswirkungen des Projekts auf die Regionalentwicklung können zum einen ein Wirtschaftswachstum und die Diversifizierung der wirtschaftlichen Konfiguration der grenzüberschreitenden Region durch die Stärkung des Kreativ-Clusters und das Entstehen neuer Akteure sein und zum anderen auch der Ausgleich der institutionellen Kräfte im Dreieck „Wirtschaft-Verwaltung-Zivilgesellschaft“. BASIS möchte der Problematik von Migration entgegenwirken und qualifizierte Fachkräfte für die Region gewinnen. Ein weiterer positiver Effekt kann die Erstellung eines Prototypen sein, für die Adaption in ähnlichen peripheren Gebieten mit unterschiedlichem Kontext. BASIS soll eine lebensnahe Werkstatt und eine Denkfabrik.

Zwischenraum für Vernetzung und Experimente

Die ehemalige Drusus-Kaserne am westlichen Ortsrand von Schlanders öffnet erneut ihre Tore. Richtig gehört! Das insgesamt vier Hektar umfassende Gelände der ehemaligen „Caserma Druso“ ist 2014 vom Staat über das Land an die Gemeinde übergegangen. 1937 fertig gestellt lebten in ihr in Spitzenzeiten bis zu 1.200 Soldaten und Ende der 1990er-Jahre wurden die letzten militärischen Nutzungen aufgegeben. Die Kaserne ist so gebaut, dass sie die wesentlichen Betriebsorganisationen und Versorgungen bewerkstelligen konnte. In einem der vier Gebäude wird seit 2018 emsig gearbeitet: Auf einem Teil des Areals, nämlich im ehemaligen Kasernen-Versorgungsgebäude „Palazzina servizi“ baut die Gemeinde Schlanders im Rahmen des Regionalentwicklungsprojekts für Forschung und Innovation sowie Kreativwirtschaft in den nächsten Jahren ein Social Activation Hub um. Mit Social Activation Hub ist ein Ort gemeint, der Menschen dazu inspiriert, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Lebensnahe Werkstatt und Denkfabrik

Das Kasernenareal in Schlanders umfasst insgesamt vier Hektar, auf dem sich vier Gebäude befinden: Palazzina Comando, Palazzina Tagliamento, Palazzina Misurata und Palazzina Servizi. Letzteres ist der Sitz von BASIS Vinschgau Venosta. Mit einer Fläche von 2.300 m2, verteilt auf zwei Ebenen, greift die neue Infrastruktur die ursprüngliche Funktion und architektonische Raumaufteilung des Gebäudes auf und übergibt sie einer neuen Bestimmung. Sinn und Zweck der Nachnutzung der Struktur ist die regionale und gesellschaftliche Entwicklung in den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Bildung und Soziales. Dadurch werden Ressourcen gespart, denn es sind vergleichsweise geringe Anpassungen notwendig, damit es in den nächsten Jahrzehnten für die Bevölkerung zur Verfügung stehen kann. Die Investitionen in Infrastruktur, Ausrüstung und Human Ressources sowie die Partnerschaften sind langfristig ausgelegt.

Wohin zum Social Activation Hub?

BASIS Vinschgau Venosta ist eine branchenübergreifende Plattform für ein peripheres ländliches Einzugsgebiet, an einem geschichtsträchtigen Ort angesiedelt. Das ehemalige Versorgungsgebäude „Palazzina Servizi“ ist Teil der Kaserne „Caserma Druso“ und liegt in Schlanders im Vinschgau, im Westen von Südtirol, im Norden von Italien. Die zentrale Lage der Marktgemeinde im Tal begünstigt die Etablierung des integrativen Entwicklungsprojektes „BASIS Vinschgau Venosta“ als Vinschger Dienstleistungs- und Ausbildungsstandort. Es geht darum, in der Bevölkerung Eigeninitiative, Enthusiasmus und Verantwortung zu reaktivieren, Sektoren übergreifende Entwicklungsprozesse zu ermöglichen, zu gestalten und zu verstetigen.

You and me and someone else…

BASIS legt großen Wert darauf – sowohl auf lokaler, nationaler und auch internationaler Ebene – mit Vereinen und Verbänden, Institutionen und Schulen zusammenzuarbeiten und gemeinsam Initiativen voranzutreiben und anzubieten. In Schulen werden beispielsweise zur Sensibilisierung für neue Technologien Workshops abgehalten. Im Herbst 2019 startet außerdem erneut der Master of Science „Konzeptuelle Denkmalpflege“ in Zusammenarbeit mit der ETHZ Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, der Stiftung Pro Kloster St. Johann in Müstair und der Donau-Universität Krems. In Kooperation mit Institutionen, wie NOI, IDM, Laimburg, Eurac und Uni Bozen kann Forschung und Innovation direkt zu den Unternehmen und zur Gesellschaft fließen und die Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Wirtschaft stärken. Diese neue Form der Kooperation zwischen Zivilgesellschaft und Wissenschaft, bei der das gegenseitige Lernen in einem experimentellen Umfeld im Vordergrund steht, wird auch Reallabor genannt. Zu weiteren bisherigen Partnern von BASIS zählen auch der LVH Landesverband der Handwerker Südtirol, der Ost West Club Meran, Astra 2.0 Brixen, Atract Auer, ZKU Berlin.

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